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riddim.de - One Drop, One Click, One Destiny
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Rock That Train - Nachbericht
Bun Babylon Sound aus Köln haben sich etwas Besonderes einfallen lassen: Innerhalb weniger Stunden waren die heißbegehrten Tickets für die Party der etwas anderen Art weg. „Rock That Train“, ein Dance in einer fahrenden Stadtbahn. Richtig gelesen, am 28.04., enterten 170 Dancehall-Fans zum dritten Mal den Party-Wagen der KVB.
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Duane Stephenson- Eins nach dem anderen |
SOUNDQUAKE- DANCE WILL NEVER DIE
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Die G-Funkisierung von Dancehall- Stage Show No Carry No Autotune |
Freddie McGregor- My Heart
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Editorial RIDDIM 03/12 |
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You Ago Tired Fi See Mi Face
Lange Zeit haben wir uns davor gedrückt, uns näher auf den „Lama“ – wie Stephen Marley seinen Vater im Interview nennt - einzulassen. Auch in der RIDDIM-Sonderausgabe zum Thema von 2008 hielten wir uns dezent zurück und ließen Autoren den Vortritt, die ihn zum Teil selbst kennen gelernt hatten. Sein Name ist mit so vielen Klischees behaftet, die wir weder einfach wiederkäuen, noch mit ironischer Distanz behandeln wollten, wie es zuletzt bei seinem 30. Todestag die Feuilletonisten der großen Gazetten auf ach so lustige Weise taten. Auch wenn jedem Klischee immer ein Funke Wahrheit innewohnt, verkommt die permanente Wiederholung dessen genauso wie die ständige Benennung des Klischees als Klischee schnell zur Plattitüde.
In den letzten 31 Jahren ist der Master – auch eine Bezeichnung von Stephen – dank universeller Inhalte und einer gut geölten Marketingmaschine zur Projektionsfläche etlicher Sehnsüchte und zur Verkörperung von allem Guten geworden. Eine Art Übermensch, der über den Dingen und über allen anderen Protagonisten des Genres schwebt, ein alles und alle dominierender Maßstab, thront er doch nach wie vor auf der Poleposition etlicher nationaler iTunes-Charts. Sein Überbau ist so erschlagend, dass seine eigentliche Leistung schon mal in den Hintergrund rückt. Genauso wie die Omnipräsenz seines Images – vergleichbar mit der eines Che Guevara – seine wahre Bedeutung aushöhlt und ihn die Nähe eines Ramschprodukts rückt.
Unabhängig von einander sind die RIDDIM-Redakteure wegen dieser Rezeptionsgeschichte ohne bzw. trotz Bob Marley zu Reggae gekommen und sich erst relativ spät seiner Bedeutung gewahr geworden. Dass in so vielen Artikeln dieser Ausgabe sein Name fällt, geht also nicht auf redaktionelle Vorgaben zurück. Es war Zufall (oder Vorsehung?), dass ausgerechnet jetzt, nur wenige Tage vor der Uraufführung der ersten amtlichen „Marley“-Doku, ein Interview mit Stephen zustande kam. Dass zeitgleich die DVD „The First Rasta“ über Leonard Howell, dem der Tuff Gong seinen Spitznamen verdankt, erscheint, konnte ebenfalls niemand ahnen. Und dass Jah Sun und The Black Seeds ihn im Interview erwähnen, ein Marley-Zitat das Special über Trinkgewohnheiten in Jamaika einleitet und Leftside wegen seiner Herkunft einen Vergleich nahelegt, war ohnehin nicht vorhersehbar. Lediglich die Anspielungen im Kommentar über den revolutionären Gehalt von Reggae und die Beschreibung von Bobs Geburtstagsfeier im Bericht über den jamaikanischen Reggae Month waren abzusehen. Bei aller unvermeidlichen Erhöhung ist es immerhin gelungen, Stephen Marley einige Anekdoten zu entlocken, die den mächtigen Überbau kurzzeitig vergessen machen und den Menschen Bob Marley zum Vorschein bringen.
Wer aber wie einst die Redakteure skeptisch dem Namen Marley gegenüber ist, soll auch nicht zu kurz kommen. Ganz ohne das M-Wort kommen die Storys über I-Octane, Frankie Paul, Groundation, Sean Paul, Soca Twins und Reggae in Gambia aus. Und weil – um es noch einmal mit Stephen zu sagen – selbst der Teufel am wahren Gehalt der Worte nichts ändern kann, schließen wir mit
One Love! Die Redaktion mehr | |
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