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Willkommen bei riddim.de!
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riddim.de - One Drop, One Click, One Destiny
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Nichts wie raus!
Raus! Nichts wie raus! Das haben wir uns wirklich verdient. Die Mauern sprengen, das Dach über dem Kopf einreißen, die vier Wände verlassen. Nach dem längsten und dunkelsten Winter der Menschheitsgeschichte, mindestens, wollen wir endlich raus. Man hatte schon gedacht, Global Warming müsste in National Freezing umbenannt werden. Aber jetzt ist Schluss damit, jetzt wird unter freiem Himmel getanzt. Komme, was wolle. RIDDIM hat für euch wieder die besten Gelegenheiten herausgesucht, hat geguckt, wo die beste Musik spielt, wer die coolsten Vibes hat, was das schönste Setting ist. Und selbst wenn das Wetter mal nicht wieder so mitspielt, wie es so mancher Festival-Name verspricht, dann tanzen wir eben im Regen. Hauptsache draußen.
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Ras Shiloh- Kultur-Konvertit |
Sizzla- Where R U Running To
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Jah Shaka- Spiritual Sound Warrior |
SOUNDQUAKE- DANCE WILL NEVER DIE
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Editorial RIDDIM 04/13 |
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Wer nicht wagt...
Es ist jetzt gut zwei Jahre her, dass wir mit Raging Fyah einen unbekannten Act aufs RIDDIM-Cover genommen haben und damit ein erhebliches kommerzielles Risiko eingegangen sind. Was zunächst eine nur der eigenen Begeisterung geschuldete Bauchentscheidung war, konnten wir leicht mit Argumenten untermauern. Nicht nur dass Raging eine außergewöhnlich gute Live-Band ist und mit ihrem Debütalbum ihr Talent und Potential bewiesen hat, die Zeit war reif für einen größeren Vertrauensvorschuss. In einer Phase, als Reggae und Dancehall auf der Stelle zu treten schienen und ihre etablierten Vertreter mehr durch Konflikte mit hiesigen Interessensverbänden, häusliche Gewalt, Mordanklagen und Drogendelikte von sich reden machten als durch musikalische Innovationen, es für junge Menschen also kaum noch einen vernünftigen Grund gab, sich in diese Kultur zu stürzen, war es höchste Zeit für eine Wachablösung. Jenseits ausgetretener Pfade und korrupter Praktiken, die von Produzentenherrschaft, Payola und Hype geprägt sind, hat sich über Jahre eine Underground-Szene mit selbst geschaffenen Strukturen formiert. Sie hat sich von vielen Zwängen befreit, die mit einer Downtown-Herkunft einhergehen – sei es die politische Zugehörigkeit oder eine „Crabs in a barrel“-Mentalität –, was weniger mit dem gelegentlich zu hörenden Vorwurf zu tun hat, es handele sich um verwöhnte Uptown-Kids, als vielmehr damit, dass diese gesellschaftlich sehr heterogene Szene bis zum Abschluss die Schulbank gedrückt und so manches Buch zu Ende gelesen hat. Unsere Absicht, frühzeitig ein Zeichen zu setzen, drückte sich bereits in ersten kurzen Artikeln von Kai Eckold aus und wurde mit Titelgeschichten über No-Maddz und Protoje sowie längeren Stories über Uprising Roots, Chronixx und anderen weiter verfolgt und macht aktuell bei Jah9 noch lange nicht halt. Dass die Roots Daughter nicht mehr ganz so unbekannt ist wie vor zwei Jahren Raging Fyah, ist nicht nur unser Verdienst, zeigt aber, dass wir auf dem richtigen Weg waren. Das Risiko hat sich also gelohnt. Die Raging Fyah-Ausgabe ist mittlerweile ausverkauft, die Band bespielte letztes Jahr genauso wie Protoje alle großen Festivals, tourte im Frühjahr durch die Clubs und arbeitet momentan an ihrem zweiten Album. Der Wagen ist ins Rollen gebracht. Schaut man in den Festival-Guide dieser Ausgabe, fallen einem viele wichtige Vertreter des Reggae Revival ins Auge. Dass die Festivalseiten mit dem englischen Streetart-Künstler Mau Mau von jemandem gestaltet wurden, dessen Designs seit kurzem auch das Roots Movement visualisieren, ist so zufällig wie naheliegend. Wer uns nach dem letzten Cover mit Patrice, Ronny Trettmann und Gentleman Kommerzabsichten unterstellt hat, dem sei gesagt, dass wir ähnliche Risiken wie mit Raging Fyah immer wieder eingegangen sind. Um den Bogen zur aktuellen Ausgabe zu schlagen, sei nur auf Jah Cure verwiesen, den wir schon 2004 auf dem Titel hatten, obwohl er fünf Jahre lang keinen neuen Tune mehr aufgenommen hatte und noch nicht absehbar war, dass er aus dem Knast heraus zum Star aufsteigen würde. Jetzt haben wir ihn wieder zu einem Zeitpunkt besucht, als es nicht gerade optimal für ihn läuft. Doch was man hinter verschlossenen Studiotüren hört, klingt sehr vielversprechend. Die 2004er Ausgabe mit Jah Cure auf dem Cover ist übrigens schon lange ausverkauft.
Gewonnen, die Redaktion mehr | |
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