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Die Antworten des Südafrikaners liefern nicht immer die gewünschten profanen Informationen, die neugierige Journalisten von ihm erwarten, oft werfen sie sogar noch weitere Fragen auf, doch zeugen sie gleichzeitig von einer Weisheit, die man nur erlangt, wenn man im Auftrag Gottes handelt. Deal in Jah – Dillinger Nkululeko Madolo hat den Großteil seiner Kindheit zusammen mit seiner Mutter und deren Familie in den Cugulethu-Ghettos von Kapstadt in Südafrika verbracht, glaubt, entgegen aller bereits erlebten Unstimmigkeiten („Richman gettin richer and poor people remain the same“), an Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und Menschlichkeit, unabhängig von Hautfarbe und Herkunft, vor allem aber an Rasta. Er verrichte Jah Works, sagt er – wie, das weiß er seit seiner Schulzeit. Bereits in jenen Tagen beginnt der Afrikaner eigene Erfahrungen musikalisch zu verarbeiten und so seine Message zu verbreiten. Zunächst noch unter dem Namen Ninja – Querverweise auf Artists wie Ninjaman oder Shabba Ranks sind durchaus beabsichtigt –, später als conscious Singer im Bewusstsein auf den ihm eigentlich vorgegebenen Pfad „Deal-in-Jah“, was ihm später auch den Namen Black Dillinger einbringt, unter dem er in Afrika bereits seit längerem bekannt ist.  Nach Deutschland verschlägt es Dillinger zum ersten Mal 2005 im Rahmen eines Auftritts beim Afrika Festival in Würzburg. Zu Beginn des darauffolgenden Jahres besucht er Deutschland ein weiteres Mal, bleibt fast das komplette Jahr, singt zwei vollständige Alben ein, welche beide noch vor dem kommenden Sommer veröffentlicht werden sollen. Da wäre zunächst das Album „Live And Learn“ in Zusammenarbeit mit Ganjaman und dem Berliner MKZwo Label, für das er unter anderem Jah Meek, Rebellion The Recaller und Vido Jelashe als Gäste gewinnen konnte. Ein weiteres Projekt wird das Toe 2 Toe-Album „The Ultimate“ sein, für das das ebenfalls in Berlin ansässige Label IM Music neben Black Dillinger noch den Gambier Rebellion The Recaller verpflichten konnte – zwei hochgradig potenzielle, von der Massive bereits seit einer ganzenWeile erwartete Debüts also. Auf seiner Hälfte des Split-Albums wird Black Dillinger gefeatured von seinem südafrikanischen Kollegen Crosby aka Digianalog und dem Jamaikaner Terror Fabulous, der Anfang der 90er Buju Banton starke Konkurrenz machte, dann aber von der Bildfläche verschwand. Weiterhin wird er mit seinem kontroversen Tune „America“ den „Gangstalaw“-Riddim bereichern, der gleichfalls noch im ersten Halbjahr 2007 von IM Music zu erwarten sein wird. Bereits veröffentlicht sind Feature-Tracks mit Martin Jondo („Concrete Jungle“) und Uwe Banton („Hail The Man“). Positive Resonanz von Kollegen, Freunden und Fans aus Afrika und Deutschland erhält Dillinger bereits seit längerem. Neu, aber nicht minder positiv ist das Feedback aus Jamaika. Namhafte Produzenten wie Bobby Digital haben bereits bei ihm angeklopft. „Die Macht Gottes wird meine Karriere zum Scheinen bringen“, kommentiert der Sänger das Interesse an ihm. Andere glauben, dies läge an der auffälligen stimmlichen Ähnlichkeit zu Sizzla. Fluch oder Segen? Aus der Sicht Dillingers eher Letzteres. „Sizzla Kalonji gehört neben Emperor Haile Selassie I, Marcus Garvey, Malcom X, Martin Luther King, Prince Emmanuel, Nelson Mandela, Chriss Hani, Steve Biko, Shaka Zulu, Bob Marley, Peter Tosh, Bunny Wailer, Zoro – my music Teacher –, Luciano, Capleton und all den anderen Fire-Artists zu meinen Vorbildern und ist mir eine große Inspiration. Außerdem bedeutet dies doch, dass Sizzla-Fans automatisch auch meine Musik lieben, und allein das macht mich schon froh! Jah seh: dis man an dat man ah di same man.“ Sätze wie diesen hört man oft aus Black Dillingers Mund, mit solchen vermeintlichen Allgemeinplätzen erörtert viele Fragen erstaunlich simpel und doch direkt. Auch die Beschreibung seiner Alben fällt einfach und dennoch klar aus: „I´m telling my people to know about themselves - you can expect from me only the words of truth!“ |
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