49.90 €
Ipath Sativa Sweater
Mehr von Ipath

69.90 €
YARD Run Tings Track Jacket
Mehr von Yard

29.90 €
Bassrunner Soundtribe Gangsta Sweater

39.90 €
Pow Pow Movement We Rule Longsleeve
Mehr von Pow Pow

89.90 €
PyroManiac Hypnotized
Mehr von PyroManiac

19.90 €
PyroManiac On Fire
Mehr von PyroManiac

     Festivals 2003  
     Ein Rückblick  
  Text von PL, JM, FB, MH, JW, JK, JP  
  Der long hot summer ist überstanden und damit auch die Openair-Saison. Es folgen zwar noch ein paar Nachzügler (siehe Dates), doch insgesamt lässt sich jetzt schon feststellen, dass es für fast alle beteiligten ein irie Sommer war. Fast alle Veranstalter konnten sich über gute Besucherzahlen freuen, die Massive kann noch lange über grandiose Auftritte schwelgen, viele internationale Artists wundern sich immer noch, was in Deutschland geht. Und endlich wurde dank eines bekannten Seifenherstellers bei den größeren mehrtägigen Events auch das leidige Duschproblem gelöst.

David Rodigan’s 25th Anniversary Bashment

Doch bei aller Euphorie, der Festival-Start sah alles andere als vielversprechend aus, zumindest was die Zuschauerzahlen betrifft. Zu David Rodigan’s 25th Anniversary Bashment am Pfingstwochenende im Juni in Hahn kamen kaum mehr als 2000 Zahlende. Und das bei einem Sound System Line Up, wie es die Welt zuvor noch nicht erlebt hat. Neben dem Rudeboy Gentleman himself trafen sich Stone Love, Killamanjaro, Massive B mit Burro Banton am Mic, Saxon, Bass Odyssey, Pow Pow, One Love, Soundquake, Silly Walks, Sentinel sowie alles, was im deutschsprachigen Raum etwas auf sich hält, am Flughafengelände im Hunsrück ein. Außerdem ließ Buju Banton es sich nicht nehmen, mit seinem besten Auftritt der „Friends for Life“-Tour in Deutschland Roddi zu gratulieren. Besonders die internationalen Sounds gaben gehörig Gas und erwiesen im größeren von zwei Zelten mit zum Teil äußerst selten gehörten Dub Plates dem Gastgeber die Ehre. Das hatte zwangläufig zufolge, dass das kleinere Zelt mit den nicht ganz so namhaften Sounds an chronischem Publikumsmangel litt. Allerdings nicht ganz zu unrecht, denn viele der jüngeren Sounds müssen sich eine gewisse Einfallslosigkeit zumindest an diesem Wochenende vorwerfen lassen: Wer am Pfingstmontag noch den „Diwali“-, „Clappas“- oder „Masterpiece“-Riddim hören konnte, muss wirklich ein dickes Fell haben. Denn im Minutentakt wurde einer der genannten Riddims auf die spärliche Massive losgelassen. Abwechslung gab es im Dub-Shelter, wo I-Livity vor meist nicht mehr als 20 Leuten im Jah Shaka Style besten Dub auflegten.
Erstaunlich waren die unterschiedlichen Reaktionen auf Rodigans Betriebsjubiläum. Während beim deutschen Publikum großteils über zuwenig Exklusivität bei den Dub Plates gemosert wurde (siehe auch dancehallmusic.de), bekamen sich internationale Besucher vor Begeisterung gar nicht mehr ein und erklärten Deutschland sogar zur Sound-Hauptstadt Europas (siehe auch dancehallreggae.com).

Was Künstlern und besonders Veranstaltern schlaflose Nächte bereiten mag, könnte für Schreiberlinge kaum angenehmer sein: Ein solch relaxtes Festival ermöglichte es allen anwesenden Riddim-Autoren in Ruhe Interviews zu führen, Fotos zu schießen oder einfach mit den anwesenden Artists und Sound-Betreibern abzuhängen. Doch wir wollen nicht egoistisch sein und wünschen den Veranstaltern fürs nächste Jahr mehr Unterstützung von der Massive. Deren Schaden soll’s nicht sein.

Summerjam

Was in Hahn so vorzüglich geklappt hat, endete am Fühlinger See in Köln in stundenlanger, ergebnisloser Warterei. Aber bei über 65 Acts und offiziell 25.000 Zuschauern kein Wunder. Anstatt also Stoff für die nächsten Riddim-Ausgaben in Form von Interviews zu sammeln, konnte sich die Redaktion genüsslich dem Programm hingeben. Das kann bei zwei hochkarätig besetzten Bühnen und zwei Sound-System-Zelten schon mal in Freizeitstress ausarten. Da sind schnelle Geschmacksentscheidungen gefragt – die Redaktion entschied sich für die Senioren des Genres. Absoluter Höhepunkt war Stanley Beckford und seine Blue Glaze Mento Band, die am SJ-Samstag viel zu früh auf der kleinen Bühne mit zwei Akustikgitarren, einem Banjo, einer Rhumbabox, einer Klarinette und Percussions ein noch spärliches Publikum in Verzückung versetzte. In Paillettenkostümen tanzten die Herren im Rentenalter zu den schönsten Mento-Klassikern und hielten das Publikum mit humorvollen Ansagen bei bester Laune. Mehr Charme geht nicht. Oder doch? Den Vogel schoss Stanley „Starlight“ Beckford ab, als er die Redaktions-Empress zu seiner Queen erklärte.
Weiter ging’s mit Toots & The Maytals, die die Cologne Bay in Funky Cologne Town verwandelten. Von Altersschwäche keine Spur. Toots Hibbert hatte sein Publikum schnell im Griff, machte den Reggay vor, verriet seine Zimmernummer, wünschte den anwesenden Herren in Grün, dass der Pressure auf sie herabfalle und suchte nach der wahren Liebe. Schnell rüber zur Hauptbühne, wo Beres Hammond seinem prominenten Platz in bzw. auf der letzten Riddim-Ausgabe alle Ehre machte. Nach einem viel zu kurzen Auftritt seines Zöglings Ginja wiegte sich der Vibes-Mann im Sound der Harmony Band, ließ fast keinen Hit seiner inzwischen über 25jährigen Karriere aus und brachte nicht nur die anwesenden Mädchen zum Schmelzen. So manch hartgesottener Dancehall-Fan wurde gesichtet, als er sich gerührt von so viel musikalischer Schönheit eine Träne aus dem Auge wischte. Danach hatte es Sean Paul schwer, auch wenn nun keine Briefmarke mehr zwischen die ersten Reihen gepasst hätte. Geschwächt durch sein Asthma überließ Mr. Dutty Oh die Show seinen nett anzusehenden Tänzerinnen und seinem Bruder, der die meisten Lyrics für ihn sang. Zurück zu den alten Herren: Jimmy Cliff bewies einmal mehr, warum er zu den Allergrößten im Reggae zählt. Auch wenn seine letzten Longplayer einiges zu wünschen übrig ließen und mit Reggae nur noch am Rande zu tun haben, live ist er dank seiner einzigartigen Stimme eine Bank, besonders wenn er bei seinen Leisten bleibt. Mehr schweißtreibende Konzerte mit hohem Unvergesslichkeitsfaktor von Männern nahe dem Rentenalter gab’s am Sonntag von Dennis Alcapone, Alton Ellis, Desmond Dekker, Mikey Dread und Max Romeo, die hoffentlich den jüngeren Sean Paul-Fans einiges über die über 40jährige Geschichte von Reggae vermitteln konnten. Spannend genug ist sie allemal!

Über weniger erfreuliche Aspekte des ansonsten wohl besten Summerjams seit Jahren, wie übertriebene Bullenaktionen und die ungewisse Zukunft des Festivals, haben wir bereits HIER und in der aktuellen Riddim-Ausgabe berichtet. Und natürlich halten wir euch über die Entscheidung der Stadt Köln über das Summerjam 2004 auf dem Laufenden.

Rototom

Das Rototom verbindet wohl wie kein anderes Openair ein Festival-Erlebnis mit einem erholsamen Urlaub. Das liegt vor allem an der zeitlichen Konzeption, die pro Tag selten mehr als zwei oder drei Konzerte vorsieht, sich dafür aber acht Tage Zeit nimmt, um trotzdem eine große Menge sehenswerter Artists präsentieren zu können. Tagsüber passiert bis auf ein paar Workshops auf dem Festival-Gelände so gut wie nichts. Die Besucher sind damit beschäftigt die brütende Tageshitze zu überstehen und liegen kraftsparend vor ihren Zelten herum, machen einen kurzen Abstecher zum Meer oder, noch besser, zu einem kühlen Bergsee. Die Location, an den östlichen Ausläufern der italienischen Alpen gelegen, bietet ebendiese Möglichkeiten.
Hinzu kommen ein ausreichendes Platzangebot zum Campen und extrem entspannte Mitarbeiter, selbst die Gatemen hatten sich der allgemein lockeren Atmosphäre angepasst. Eine solch stressfreie Veranstaltung mit mehreren tausend Menschen habe ich gerade in dieser Größenordnung noch nicht erlebt. Paranoia-Attacken sind weder durch Platzmangel noch durch Bullenalarm zu erwarten, und eine Uhr ist bei dem recht flexiblen Umgang mit den Anfangszeiten der Konzerte auch überflüssig. Dafür bietet der Rahmen der Veranstaltung die Möglichkeit sich voll und ganz auf die einzige Bühne zu konzentrieren Der Vibe schien denn auch auf fast alle Artist überzuspringen, die bei ihren Shows regelmäßig zu persönlicher Höchstform aufliefen. So schaukelten sich Publikum und Künstler Abend für Abend auf. Dazu bekam man auch noch die ganze Packung geliefert und nicht nur Hörproben, da die Auftritte abendfüllende Konzertlänge hatten und sich nicht einem hierzulande üblichen rigiden Zeitplan unterwerfen mussten.
Am ersten Samstagabend sorgten Israel Vibration dafür, dass man mit fetten Roots-Vibes ins zehnte Rototom starten konnte. Sonntag bekamen Seeed bei ihrem ersten Italien-Gig überhaupt von den zahlreichen deutschen Besuchern kräftig Forwards. Buju spielte Montag eine eher routinierte Show, bevor Burning Spear die Roots liebenden italienischen Fans in Verzückung versetzte. Dienstag sorgte Jimmy Clif mit seinen Hits für Fischerchor ähnliche Zustände, nachdem ein engagierter Junior Kelly für ansprechende Animation gesorgt hatte. Mittwoch gab es mit Anthony B den absoluten Höhepunkt. Die Massive raste, bengalische Feuer brannten und selbst minutenlanges gutes Zureden der Moderatoren konnte die „Anthony B“-Rufe nicht eindämmen. Erst als die ersten Töne der Wailers erklangen, beruhigte sich die Crowd langsam. Donnerstag becircte Patrice mit seiner Stimme vor allem die Ladies, ehe Toots Hibbert das Zepter übernahm und die Zuschauer mit seinen Classics mitriss. Der Freitagabend gehörte nach dem Auftritt von Junior Reid Morgan Heritage, deren Song „Don`t Haffi Dread“ von einem mittlerweile vollständig Rototom-infizierten Publikum gefeiert wurde. Am letzten Samstag machte sich der erste Abschiedsschmerz bemerkbar, der zwar von Lee Perry und Tony Rebel noch mal gelindert wurde, doch als One Love und Stone Love ihre Plattenkiste im Morgengrauen schlossen, war er endgültig da. Wer sich im nächsten Jahr nach Osoppo bei Udine aufmachen will, der sei gewarnt nicht das Klischee vom „einförmigen, supernationalistischen Blonden“ zu bedienen. Keep the Vibe Alive!

Culcha Clash

Ein kleines, aber feines Festival der etwas anderen Art ging am 19.7. in der Berliner Arena über die Bühne. Anders, weil es hier keine Style-Vorgaben gab, Hauptsache der Vibe stimmt. Die Veranstalter von Culcha Candela waren angetreten, ein Festival auf die Beine zu stellen, das Berlin jenseits seines Rufs als Battle-Hauptstadt repräsentiert. Und gebattlet wurde dann auch nur beim Graffiti-Contest. Auf der Bühne regierte durchweg eitel Sonnenschein trotz der vielen, vermeintlich clashenden Genres. Neben den beiden Reggae-Artists Nosliw (Köln) und Lokalmatador P.R. Kantate trafen mit den Gastgebern von Culcha Candela, SeraFinale, Jasmin Shakeri, Janell, 5 Amox, Trival Notes u.v.a. auch conscious HipHop, Salsa, Soca, Soul und eine Melange aus all dem aufeinander. Die gut 2000fach erschienenen Besucher tanzten dazu ausgelassen oder gingen dem ambitionierten Rahmenprogramm aus Sport, Kunst oder der musikalischen Nachwuchsförderung mit dem Motto „5 Minutes of Fame“ nach. Nach diesem Erfolg sollte einer zweiten Auflage im nächsten Jahr nichts mehr im Wege stehen.

All Massive

„Frankfurts Karibik liegt am Waldstadion“ - mit diesem Titel warb die Bild Zeitung für das All Massive Festival, das am 26.07. zum dritten Mal Sound Systems aus ganz Deutschland an den Main holte. Und tatsächlich - das Festival gestaltete sich als Meet & Greet Veranstaltung der nationalen Soundboys und -gals und hatte eigentlich alle wichtigen Komponenten für ein dickes Festival beisammen. Allein das Wetter wollte nicht ganz mitspielen und so sangen Mellow Mark, Dr. Ring-Ding und die Big River Crew um Pow Pow-Contest Gewinner Fingaman, Mr. Nutty & Scharademann noch Openair bei Nieselregen. Später wurde das komplette Lineup in die beiden Zirkuszelte am Waldstadion verlegt und dort kam die Massive zunächst bei Deebuzz & Skarra Mucci und danach beim Sentinel Sound alongside Nosliw, Nattyflo und Maxim zum ersten Mal so richtig zum Kochen. Nikitaman & Mono heizten die Stimmung zusammen mit Soundsgood weiter an und als Nik sein „Stell Dir vor es ist Krieg“ anstimmte, tobte das Zelt – Feuerzeuge überall. Weitere Acts wie Ganjaman & Junior Randy mit Barney Millah, Kingstone mit Gentleman und D-Flame mit Soundboys Destiny, Supersonic, Fireball, Small Axe u.a. habe ich leider nicht gesehen, so dass ich mir hier ein Urteil erspare. Mit 3000 Besuchern und einem Lineup mit fast allen wichtigen Artists und Sounds aus Deutschland war das Festival in jedem Fall wieder eine große Steigerung zum letzten Jahr! Ein Zelt (statt zwei) und eine Openair-Bühne hätten es allerdings auch getan. Ähnlich wie schon beim Rodigan Bashment sorgte das parallele Lineup in zwei Zelten für unnötige Überschneidungen. Dennoch ein großes Big Up an den Frankfurter Raggagum Sound, der es als Veranstalter geschafft hat, mit diesem Event eine Plattform für die hiesige Sound System Szene zu etablieren. Bin gespannt, was im nächsten Jahr kommt. Die Location mitten in Frankfurt ist auf jeden Fall der Hammer und super geeignet.

S.O.M.A.

Die sechste Auflage des Summer of Music and Arts auf der Halbinsel des Kölner Jugendparks sprengte alle Rekorde. Insgesamt ca. 10.000 Besucher verfolgten an drei Tagen eines der relaxtesten Festivals zwischen Techno und Reggae, zwischen bildenden und darstellenden Künstlern, zwischen Vegie-Food und Kunsthandwerk. Zwar soll 2Raumwohnung am Freitag zuschauermäßig alles in den Schatten gestellt haben, doch T.O.K. spielten am Samstag Nachmittag trotzdem bei prallem Sonnenschein auf einer der kleinsten und damit publikumsnahen Bühne, die der Boygroup-Vierer auch gerne mal Richtung Massive verließ. Zwar waren die Reaktionen mitunter etwas verhalten, doch das war eher der Hitze als der Performance geschuldet. T.O.K. hat der Vibe dennoch so gut gefallen, dass sie trotz ihrer Verpflichtung am gleichen Abend in Belgien es sich nicht nehmen ließen, den Park und die Menschen darin selbst unter Augenschein zu nehmen. Dabei bekamen sie auch mit, dass die Mexikaner von Pantheon Roccoco trotz Live-Bläsern und zwei energischen Sängern ihnen nicht das Wasser reichen konnten. Auch die Saian Super Crew konnte nicht ganz ihrem Ruf als beste europäische Live-Crew in Sachen HipHop gerecht werden und hätte besser vor T.O.K. gespielt. Leider viel zu leise wurde der Abend von Kingstone mit Dr. Ring-Ding am Mic und dem frisch gekürten No.1 Sound inna Germany, Soundquake, beendet, aber so ist es wohl bei einer Openair-Veranstaltung so nah am Stadtzentrum. Am nächsten Tag schaffte Neil Perch das unmögliche, als er mit seinem Zion Train Sound System das Schranz- und das Reggae-Publikum vor der Bühne vereinigte. Schön, aber Gott sei Dank selten.

Splash Festival

Das Splash war in den letzten Jahren für mich eigentlich immer das Reggae-Hightlight der Festival Saison. Das Splash hatte in Sachen Lineup (Elephant Man, Bounty, Barrington Levy) immer einen Tick weit die Nase vor der Konkurrenz. In diesem Jahr war das für mein Empfinden nicht so. Ward 21, T.O.K., Bushman - sie alle waren bereits im Frühjahr in Deutschland unterwegs oder die Jahre zuvor schon auf dem Splash. Besonders gespannt war ich lediglich auf Junior Reid und Warrior King! Während Junior Reid etwas enttäuschte, mehr redete als sang und erst zum Schluss die Massive mit „One Blood“ richtig im Griff hatte, brachte Warrior King auf als auch hinter der Bühne so viel Herzlichkeit rüber - meine Güte! Woher nimmt er diese Energie? Interessantes zu berichten gibt’s vor allem noch von der HipHop Bühne. De La Soul lieferten eine Hammer Show, Curse überraschte mit Streicherquartett, Anzug und Xavier Naidoo als Special Guest und zeigte, wie auch die Beginner am Abend, dass deutscher HipHop noch lange nicht am Ende ist. Cool fand ich, dass richtig viele Leute (offiziell 25.000) da waren, Spaß an der Musik hatten und das Wetter mitspielte. Unsere Freunde und Helfer der Polizei hielten sich angenehm zurück und nervten nicht wie beim Summerjam. Das hat das weniger spektakuläre Lineup auf jeden Fall wieder Wett gemacht.

9. Bersenbrücker Reggae Jam Festival

Das sympathische Festival im Norden unter den ehrwürdigen Bäumen des 800 Jahre alten Zisterzienser Klosters brachte bei gefühlten „96 degrees in the shade“ die Festivalbesucher zum Kochen.
Die limitierten Karten des wohl günstigsten Reggaefestival (10 €uro/2 Tage/ Camping incl.) waren trotz des erweiterten Geländes am ersten Festivaltag bereits um 19:00 Uhr vergriffen. Größen wie der arubanische Steeldrum-Meister Tippaman, die legenden Jamaica Papa Curvin und Hylton Brown, Black Kappa (Seeed) sowie die Münchner Headcornerstone gaben sich die Ehre und Nosliw und Nattyflo heizten bei schattigen 32° ein.
Ska & Oldschool-Reggae gab es am Sonntag und als „Very Special Guest“ kam und sang der Artist & Songwriter Pelican direkt aus Kingston. Auf seinen Riddims findet man Größen wie Capleton, Sizzla, Anthony B, um nur einige zu nennen. Auf drei Bühnen gab es permanent Musik. Zwei nebeneinanderstehende Bühnen garantierten, dass ununterbrochen Live-Programm geboten wurde. Umbaupausen gab es somit nicht!
Bleibt mit Spannung das nächste Jahr zu erwarten.Das Reggae Jam Festival wird 2004 genau wie die Reggaenode 10 Jahre alt. Grund genug für Organisator B. Lagemann( Sheriff) und dem Gründer der Reggaenode Peter Beckhaus, gemeinsam zu feiern. Eine Kooperation, die bei weiterhin moderaten Preisen und limitierten Tickets (dem Flair zuliebe) wieder ein großartiges Programm zusammenstellen wird.
Weitere Infos unter www.reggaejam.de und www.reggaenode.de

Yard 2003

Als die Riddim-Redaktion um 3:00 Uhr pünktlich zum Turbulence-/Sizzla-Gig auf dem Gelände der Freilichtbühne Loreley einlief, tat sich ein erschreckendes Bild auf: gähnende Leere! Grob geschätzte 1000 Menschen verloren sich im weiten Rund der wohl schönsten Festival-Location. Immerhin kamen fast alle anwesenden bei den ersten Klängen der Fire House Crew vor die Bühne, um zuerst einen Turbulence in Bestform zu sehen. Anders als bei den Indoor-Shows der Tour durfte er diesmal etwas weiter ausholen und eine gute Halbestunde spielen. Vor allem mit seinen souligen Nummern wie das aktuelle „The Truth“ überzeugte er die spärliche Massive, bevor Sizzla das Zepter übernahm. Der hatte zwar mehr Feuer als bei seiner Show in Berlin, vor allem war er wesentlich lockerer drauf als noch im letzten Jahr, wo er öfter mal den Eindruck eines kulturgeschockten machte, aber leider ließ ihn immer wieder mal seine Stimme im Stich. So musste er auf einige seiner schönsten, weil gesungenen Tunes wie „Just One Of Those Days“ verzichten. Aber auch seine roughere Art der Intonation vermochte den Nachmittag zu einem besonderen zu machen. Anders als Michael Franti & Spearhead, dessen gefälliger Sound zwischen HipHop, Reggae, Soul und Jazz zwar die richtige Message transportierte, aber den Funken nur auf eine handvoll Leute überspringen ließ. Die folgenden ASD konnten zwar die anwesenden HipHop-Heads von den oberen Rängen locken, alle anderen nutzten die Zeit, um die einzige Fressbude von ihren Bratwürstchen zu erleichtern oder um sich mit Merchandise in Rot-Gold-Grün einzudecken. Spätestens um kurz nach sieben versammelte sich die inzwischen leicht angewachsene Reggae-Massive wieder vor der Bühne, als Barrington Levy mit seinem lautstarken Trademark „Uuuuoooiiiihhh“ die Foundation-Abteilung eröffnete. Nuff Yodeling zu „Here I Come“, „Murderer“, „Shine Eye Gal“, „Under Mi Sensi“, „Prison Oval Rock“, „Living Dangerously“, „21 Girls Salute“ und vielen, vielen anderen Hits. Zwar übertrieb es der Mellow Canary etwas, als er das Publikum ewig lang mitsingen ließ, doch seine Stimme ist über jegliche Kritik erhaben. Der Mann war so gut gelaunt, dass er sich auch nicht aus der Ruhe bringen ließ, als ein respektloser Sammy Deluxe während des Levy-Auftritts neben der Bühne Autogramme gab, was zu einem massenhaften Sturm von den Rängen zur seitlichen Bühnenabsperrung führte. Ganz anders die Beginner, die den Veteranen-Gig ehrfürchtig von hinten verfolgten, ehe sie selbst auf die Steinstufen der Loreley traten und bewiesen, dass man auf Deutsch rappen kann ohne Deutsch-Rap zu sein. Definitiv die größte Überraschung des Tages, die mittlerweile von immerhin ca. 2000 Menschen goutiert wurde. Den Abschluss machte ein routinierter Gentleman, der die Bühnenmitte vorübergehend nicht nur für den starken Martin Jondo, sondern auch für seine Background-Sängerinnen räumte. Forwards & Lighters gab es aber nur, wenn der Kölner selbst die Massive rockte.
Das erste Yard-Festival war eine schöne Veranstaltung, aber am HipHop-Meets-Reggae-Konzept müssen die Veranstalter noch ein bisschen feilen – oder am Termin, denn ein Openair am gleichen Wochenende anzusetzen wie ein bereits seit Jahren etabliertes Reggae-Festival, den Chiemsee Reggae Summer, ist immer mit Risiko verbunden.

Chiemsee Reggae Summer

Für einen gelungenen Abschluss der Festivalsaison sorgte der Chiemsee Reggae Summer (www.chiemsee-reggae.de). Erstmals in der neunjährigen Geschichte des Festes konnte der Veranstalter ein ausverkauftes Haus vermelden: 25.000 Besucher (wenn er sich da mal nicht verzählt hat, denn es sah nach deutlich mehr aus). Das Gedränge auf dem Gelände ging natürlich ein wenig zu Lasten der Entspanntheit, wobei dieser Aspekt aufgrund des alljährlich irrwitzig großen Polizeiaufgebots eh nicht den vorrangigen Grund für einen Besuch des CRS darstellen dürfte. „Simply to have a good time“ bzw. „weil’s hoit a Gaudi is“ beschreibt die Motivation des sicherlich nicht ausschließlich auf Reggae fixierten Publikums wohl am ehesten. Dementsprechend war auch das Lineup: überwiegend massenkompatibler Roots, vor allem die Veteranen sind immer wieder gerne gesehen am Chiemsee. In diesem Jahr etwa StrangeJah Cole, Pato Banton, Sly & Robbie, Lee Perry, Black Uhuru, Third World oder Lucky Dube. Während die einen begeisterten, wünschte man sich bei den anderen, sie würden sich doch ihrer Selbstdemontage entziehen und sich mit dem Status als nicht mehr aktive Legenden begnügen. Beinahe durchgehend abgeräumt haben hingegen die deutschen Artists. Mono und Nikitaman brachten gar das Kunststück zustande, die Zeltbühne anderthalb Stunden lang so dermaßen zu rocken, dass man sich Sorgen wegen Steinschlaggefahr in den umliegenden Bergen machen musste. Hans Söllner, der local hero, gab den Headliner am Samstag. Für Nicht-Bayern mag das verständlicherweise ein wenig skurril erscheinen, auf seine Weise ist Söllner aber authentischer als mancher Phrasen dreschende Jamaika-Artist. Frech, kompromisslos, aufbegehrend – Rastafari the Bavarian way eben. Der Sonntag gehörte dann überwiegend den Freunden der Yardvibes. Lady Saw erteilte Lektionen in Sachen jamaikanischer Feminismus, Beischlafgymnastik und Hardcore-Style. Turbulence und Sizzla wussten ebenfalls zu überzeugen, bevor Gentleman zum Abschluss noch einmal alles, was zumindest noch kriechen konnte, vor die Bühne zog.
Etwas schade fand ich, dass das Soundsystem Line-up auf der Zeltbühne im Vergleich zu den Vorjahren deutlich reduziert war. Bitter auch der Rückzug des Bayerischen Rundfunks. In diesem Jahr wird es die Chiemsee-Konzerte also nicht im Fernsehen geben. Diese kleinen Wermutstropfen ändern aber nichts am Gesamteindruck: Drei Tage Party in traumhaft schöner Kulisse – ein angemessener Ausklang dieses wahrlich in jeder Beziehung heißen Reggae-Sommers.
Noch ein paar Worte zur diesjährigen auf allen deutschen Festivals durchgehend härteren Gangart der Polizei. Chiemsee-Veteranen können sich ob der Lamentiererei, dass man nun z.B. beim Summerjam nicht mehr gar so nach Herzenslust kiffen könne, natürlich bestenfalls ein müdes Lächeln abringen. In Bayern hat seit jeher –saklzement no amoi- gesoffen zu werden, auf gar keinen Fall aber „gegiftelt“. Aus diesem Grund stellt man Jahr für Jahr ein Kontingent von Polizisten bereit, als gelte es, einen Weltwirtschaftsgipfel zu schützen. Ich will aber nicht ungerecht sein: Der Erfolg gibt den Behörden recht. Stolz und akribisch listet der Polizeibericht zum CRS den Diebstahl von Leergut und selbst einer Pfanne auf. Ob dieser unfassbar grausamen Verbrechen bei lediglich rund 30.000 halbkriminell-subversiven, den Gesellschaftsfrieden gefährdenden Elementen sollte man sich ernsthaft überlegen, die Polizeipräsenz im nächsten Jahr vielleicht sogar noch deutlich zu verstärken. Nicht, dass sich im Falle weiterhin zunehmender Verrohung der Gesellschaft in 2004 dann Szenarien abspielen wie die illegale Aneignung des Wurstbrotes vom Zeltnachbarn und ähnliche Tragödien. Und vielleicht gelänge es dann sogar, noch drei Joints mehr zu konfiszieren. Für die Statistik. Dass es auch anders geht zeigt das Beispiel Rototom. Dabei ist die italienische Polizei spätestens seit Genua ja nun auch nicht gerade fürs Popotätscheln und unbeteiligtes Wegsehen bekannt. Schutz und Kontrolle: ja. Schikane: nein! Bedenklich erscheint mir ebenfalls die explizite Beschreibung zweier deutscher (!) Dealer als „dunkelhäutig“. Als wäre es in Bayern etwas besonderes, schwarz zu sein...
Trotz allem ein Lob zum Schluss: Dass das Zusammenstehen in Dreiergruppen mit einem Becher Wasser in der Hand und in Klischee-rot-gelb-grün Montur nur unwesentlich weniger verdächtig ist als eine Stirntätowierung mit dem Schriftzug „Zivilpolizei“, wurde offenbar erkannt. Vielleicht ist für nächstes Jahr auch ein Lernprozess in anderer Hinsicht möglich. Allen Beteiligten wäre damit geholfen.

Für die allermeisten Veranstalter hat sich der Sommer also gelohnt. Für die Massive allemal. Die wenigen Promoter, denen Wetter (soll tatsächlich vorgekommen sein), Publikum oder andere Unvorhersagbarkeiten nicht hold waren, wünschen wir jede Menge Geldsäcke vor der Tür, damit sie im nächsten Jahr die Chance für eine Neuauflage bekommen und sich trotzdem in der Zwischenzeit täglich eine warme Mahlzeit leisten können.

Wiesen Sunsplash Festival

Seit einigen Jahren bietet das Sunsplash Festival im Burgenland, rund eine Autostunde von Wien entfernt, ein kulturell und musikalisch breit gefächertes Repertoire für Liebhaber von Reggae, Afro und lateinamerikanischer Musik. Die Location des Festivals im idyllischen Wiesen besticht v.a. durch seine für Festivals untypische Ruhe, der Weitläufigkeit des Geländes und der gemütlichen und entspannten Atmosphäre, die u.a. durch ein Waldstück und ein Meer von Hängematten erzeugt wird.

Im Gegensatz zu dem im Juli in Wiesen stattfindenden Spring Vibration-Festival, dessen Schwerpunkt hauptsächlich auf Reggae liegt, versucht dieses Festival, Anhänger unterschiedlicher Musikrichtungen an einen Ort zu locken und eventuelle musikalische Barrieren durch das Medium Musik selbst zu verbinden. Musik verbindet die Massen oder wie Sizzla es ausgedrückt hat:

„Come sing the music, and the music heal. Where the injection cannot go, the music go. Where the needle and the drugs cannot go, the music go. Music come from your head and foot and all over. Cause music is the word, and the word create us all, so all the things in us is the music.” —Sizzla.

Da die horrenden Preise, 5 Euro für eine Dusche, 40 Euro für einen Tagespass oder 4,60 für Anti-Alk, um nur ein paar Beispiele zu geben, dem Festival-Portemonnaie einiges abverlangten, war das Festival für jeden ohne Backstage Pass ein relativ teurer Spaß.
Jedoch machten die Performances und das gemütliche Camping-Dasein dann wieder alle Kosten wett. Wie in den meisten europäischen Locations schien die Sonne dieses Jahr zwei Tage lang erbarmungslos auf alle Reggae-Nacken und steigerte umso mehr das Bedürfnis nach einem See direkt am Festival Gelände.

Obwohl im Gegensatz zum Vorjahr ein ziemlicher Police-Overload zu bemerken war, der sich sowohl in uniformierten als auch in „auffällig unauffällig“ gekleideten Zivilbeamten äußerte, ließ sich die Festival-Massive davon nicht beeindrucken.
Das diesjährige Line-Up aus Reggae-Ikonen wie Lucky Dube, Third World oder Michael Rose begeisterte die Massen ebenso sehr wie die Darbietungen der über Österreichs Grenzen hinaus umjubelten, extravaganten österreichischen Künstler Attwenger oder Bauchklang.
Während Attwenger das Publikum wieder mal durch ihre einzigartige, avantgardistische Vermischung der österreichischen Volksmusik mit nahezu jedem denkbaren Musikstil von den Sitzplätzen zog, war die Stimmung, die Bauchklang als vorletzter Act des Festivals mit ihren „Zungenbeats und Munddigeridoos“ erzeugten, nicht mehr zu toppen.
Die Freunde der lateinamerikanischen Musik verbrachten den Sonntagsbrunch umgeben von einem musikalischen Feuerwerk aus Rumba, Mambo, Cha-Cha-Cha und afro-kubanischen Rhythmen des Acts Sanmera und man hatte für einen Moment das Gefühl, dass sich alle good vibes dieser Welt an diesem kleinen Plätzchen in Österreich sammelten.

Anhänger des Dancehall sind bei diesem Festival vielleicht etwas zu kurz gekommen, Gentleman, Sizzla und Lady Saw waren die wenigen Highlights, Ankündigungen von Acts wie Sean Paul und Shaggy wurden nicht eingelöst. Dancehallfieber-Produzent und Promoter für VP Records in Österreich, Christoph Moser, sieht die möglichen Gründe dafür in Ängsten der Veranstalter um ausbleibendes Ragga-Publikum oder bei den Organisatoren selbst, die sich dem Roots-Reggae verschrieben haben. Moser lässt sich dadurch aber keineswegs von seinem kämpferischen Feldzug abbringen, Dancehall in Österreich zu promoten.

Lucky Dube sprang über die Bühne wie ein 20-jähriger und verblüffte durch seine Welthits ebenso wie durch traditionelle Songs aus Südafrika, die seine drei Backgroundsängerinnen mit Afro-Tanz begleiteten.
Die ausgedehnten Gitarren-Soli von Third World zog Massen vor die Bühne, während sie bei anderen sonnenbedingte Kopfschmerzen verstärkten und ihre Beats eher an Traumschiffmelodien erinnerten, aber über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten.

Turbulence, der „Anheizer“ von Sizzla, entschädigte für lange Wartezeiten der Dancehall-Anhänger und böse Zungen behaupten, seine Performance wäre sogar um einiges energetischer gewesen als die von Lord Sizzla himself. Turbulence lieferte eine grandiose Show und erreichte das, was Sizzla in Interviews predigt, jedoch in Wiesen nicht umsetzte, nämlich der Massive eine Botschaft zu vermitteln und die „Call & Response“-Struktur der Dancehalls herzustellen. Gentleman brachte (wie auch bei den letzten drei Gigs in Österreich) nahezu alle Songs aus seinem „Journey To Jah“-Album, die zwar für gute Stimmung sorgten, jedoch den Wunsch nach etwas Neuem, Unkonventionellerem wachriefen. Auch die ausgedehnten Solo-Einlagen der Backgroundsängerinnen oder der Saxophonistin verleiteten dazu, sich zur Überbrückung ein Getränk an der Bar zu besorgen.

Die Highlights des zweiten Festival-Tages war sicherlich der Auftritt der Allroundgenies Sly & Robbie (featuring Michael Rose), die mit den tanzenden Söhnen Robbies um die Aufmerksamkeit des Publikums wetteiferten. Es war schon ein merkwürdiges Gefühl, als Julian Marley neben seinen eigenen Songs Bob Marleys „Concrete Jungle“ oder „Stir it up“ einstreute und seine verblüffende Ähnlichkeit mit seinem Vater einen zweiten Blick erforderte, um seinen Augen zu trauen und nicht an eine Auferstehung des King of Reggae zu glauben.

Lady Saw hat mit ihrem Late-Night-Autritt um 2:30 Uhr sicher erreicht, dass auch Leute, die vorher nichts von ihr wussten, ihren Namen nicht mehr so schnell vergessen werden.
In gewohnter Manier verharrte sie nicht lange in ihren feuerroten Highheel-Stiefeln, „´cause I’m a natural woman, natural to the bone“ und begeisterte die Massen mit einem breitgefächerten Repertoire aus ihrem Schaffen.
Der Mix aus Hardcore-Dance-Tunes wie „Baddest Girl“ sowie Blues-Einlagen oder der Country-Song „Give Me A Reason“ zeigte, dass Lady Saw sich in keine Schublade pressen lässt, sondern ein musikalisches Chamäleon ist, das die Massive mit ständigen Veränderungen verwirrt.
Lady Saws Message ist ihr Kampf um mehr Rechte für Frauen, sie spricht das aus, was andere sich nicht mal trauen zu denken. Hat man Lady Saw einmal live erlebt, dann wird nachvollziehbar, dass sie im ständigen Clinch mit Jamaikas strikten Gesetzen gegen “explicit lyrics and stage performance” liegen muss und einen andauernden Kampf um „freedom of speech“ führt.
Der ständige Austausch mit dem Publikum ist ihr Markenzeichen, sie ermahnte die Männer, die Frauen gut zu behandeln und die Frauen, sich nichts gefallen zu lassen.

Lady Saw heizte die Stimmung mit ihrem Sex-Appeal und ihrer Rudegal-Toughness immer mehr an, bis sie in der Standard-Showeinlage, der „Backshot Love“ ihren Höhepunkt finden sollte. Obwohl die Männer in den ersten Reihen danach schrien, auf die Bühne zu kommen, suchte sie sich ausgerechnet den nichtsahnenden Kameramann aus, der ihr zeigen sollte, wie man Frauen glücklich macht. Lady Saw ignorierte seine Ausrede, er müsse arbeiten, hatte ihn schon auf den Boden der Bühne katapultiert und sich an ihn geschmiegt, als er sich unter lauten Buhrufen der Massive befreite und seine Arbeit wiederaufnahm. Lady Saw hat wieder mal bewiesen, dass sie die „Queen of the Dancehall“ ist und ihren männlichen Kollegen um nichts nachsteht.

Die Begeisterung im Publikum, die ihr humorvoller Auftritt auslöste, war einzigartig und schwer zu überbieten. Wer nach dem Marathon-Line-Up dieses Wochenendes noch immer Energie zum Feiern hatte, musste nur der Musik folgen, die in jamaikanischer Manier einfach auf der Straße gemacht wurde. Einige Besucher nahmen ihr eigenes Sound System mit und veranstalten kleine Clashes, bis die Ordner ihnen den Strom abdrehten.
Insgesamt ein tolles Festival mit namhaften Artists auf nationaler und internationaler Ebene, bleibt nur zu hoffen, dass das Publikum durch eine wachsende Bekanntheit der Location auch internationaler wird und das Line-Up noch durch ein paar Dancehall-Acts bereichert wird.

 
     
     EURE KOMMENTARE  
  Rokko Ramirez - rokko@gmx.at
Der Kommentar zum Wiesener Sunsplash ist... mehr
 
  Ronnie Arnold - desasterblaster@yahoo.de
jagga,jagga Leute!!!!!! war dieses Jahr ... mehr
 
  Mosas - bbonfert@gmx.de
also ich war auch aufm rototom sunsplash... mehr
 
  Mr. Nice - mr.nice@web.de
Splash war echt der Hammer !!!... mehr
 
  Wolfi - abcdefg@lycos.de
Rototom war spitze. Hab noch nie ein Fe... mehr
 
  Schreib deinen eigenen Kommentar  

Text von PL, JM, FB, MH, JW, JK, JP

Diesen Artikel kommentieren.

It's, It's Sera...
RIDDIM Leserpol...
Just one of tho...
Sizzla & The Fi...
Michael Turner und Robert Schoenfeld ... -
ROOTS KNOTTY RO...
JEREMY COLLINGWOOD ... -
1. BOB MARLEY –...
EVEREST SOUND ... -
COUNTRYTALK...
SELECTA M ... -
RAGGA & ROOTS S...
Festival-Guide -
Angerichtet...
RIDDIM Clash 2007 -
Die Regeln oder...
Sizzla -
Black Nation Bu...
Jah Shaka -
Spiritual Sound...