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     Three The Hard Way - Jah Mason, Aidonia und Soca Twins im Yaam  
  Text von Adrian Nowak, Foto von Kai Eckold  
  15.05.2010 - Ein Modern Roots-Artist, ein Dancehall-Hype-Deejay und ein Soca Sound System an einem Abend. Was für eine Mischung! Welche Überraschungen einem da wohl im Berliner Yaam erwarten? Daggering Action mit Bobo Dread Jah Mason? „Rastafari“-Predigten von Aidonia? Nee quatsch, Schluss mit Spekulationen, hier sind die Fakten…

Die erste Überraschung wartet schon beim Eintreten gegen 21 Uhr, mit Ganjaman steht einer der beliebtesten deutschsprachigen Roots-Sänger nicht am Mikro sondern hinter den Turntables! Macht er ganz gut, es gibt einige flotte One Drop Tunes und hier und da eine kleine Speech, bis kurz vor zehn Dub Passport mit ihrem Frontmann Ras Donavan die Bühne betreten und eine nette Show abliefern. Nach einer Dreiviertelstunde gibt’s eine Umbaupause, die Ganjaman, Junior Banton und Mandingo Warrior für eine kleine Session nutzen, bei der sie unter anderem den „Sick“-Riddim reiten. Danach liefert Ganjaman noch eine Soloshow, sehr zur Freude der bereits zahlreich erschienenen Roots-Fans, die ihm einen großen Forward für sein vatikankritisches Stück „Rom“ bescheren, das in Zeiten von Skandalen um Bischof Mixa und Co. nichts an Aktualität verloren hat.
Gegen 23:40 begibt sich die Marseiller Backing-Band Dub Akom auf die Bühne und nach dem üblichen Riddim-Medley springt ein bestens gelaunter Jah Mason auf die Bühne. Nun ist das Yaam prall gefüllt und der Bobo liefert eine sehr gute Show mit Tunes wie „Love Is The Answer“, „Mi Chalwa“, „Run Come Love Me“ und natürlich „Princess Gone“, wo ausgiebig mitgesungen wird. Mit dem von Pow Pow produzierten „Hill Vibes“ verabschiedet er sich und Soca Twins übernehmen bis zum Auftritt von Aidonia. Eine nicht ganz einfache Aufgabe, denn nach dem Konzert gehen viele Leute kurz raus bzw. einige schon nach Hause. Die Soca-Zwillinge beginnen ihr Set mit Rebellions „We Must Rebel“ und Gyptians „Beautiful Lady“, ein paar Mavados und Tunes wie „Kamphopo“ von Esau Mwamwaya für die „African Massive“. Dann bewegt sich das Tempo langsam in Richtung Soca mit den KDK-Anthems „Hermannplatz“ von Boone Chatta & Ranking Smo sowie „Wavin D Rag Tonite“ von Frank Feuer & Kodiak. Danach noch ein Dub Plate von JW & Blazes „Palance“ und die Soca-Atzen sind zufrieden, auch wenn einige im Publikum verwundert sind, warum auf der Tanzfläche plötzlich von links nach rechts und wieder zurück gerannt wird. Anschließend kommt noch Dancehall Queen Sweety auf die Bühne, die eine coole Show abliefert, welche im Publikum teilweise für Begeisterung, aber auch für einige skeptische Gesichter sorgt.
Dann ist es endlich soweit, Juggla von Talawah Sound und seines Zeichens Selector von „Inna Di Dance“-Events, den Organisatoren der Aidonia-Tour, stellt sich hinter die Decks. Danach kommt Suhverto, Mitglied in Aidonias J.O.P-Clique, auf die Bühne und bestreitet das Vorprogramm mit vier Tunes auf Riddims wie „Remedy“, „Transform Ya“, „Bad People“ und „Gun Show“. Dann stürmt Lord Evil aka Aidonia auf die Bühne und eröffnet seine Hardcore Dancehall-Show mit brettharten Tunes wie „Empty“ und „Gaga“. Die Badman-Reime des J.O.P.-Chefs prasseln nun wie Maschinengewehrschüsse auf die Massive runter, Tunes die gut ankommen, werden auch ein wenig länger performt und man ist beeindruckt von der Wortgewalt des Deejays.
Später daggert er noch die Dancehallqueen Sweety, Aidonia und Suhverto springen ins Publikum, um die Leute zum Springen zu animieren und beenden ihre Show mit der Combination „We Siiiiick“. Da kann man nur zustimmen, für Freunde zeitgenössischer Dancehall-Musik ist diese Show ein Leckerbissen. Zum Ausklang hieß es dann noch palancen mit dem Soca Twins, bis gegen halb vier das Licht anging und einen abwechslungsreichen Abend im Yaam beenden.

P.S. Wer Aidonia nochmal live erleben will, hat dazu am 15. Mai im Mannheimer Rude 7 die Gelegenheit.

P.P.S: Ein extra Big Up geht raus an die liebreizende Chantal von der Yaam-Kasse.

 
     
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