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     Beenie Man im U-Club  
  Text von Daniel Bücheler  
  22.08.2012 - Mehr als rar gesät waren in den letzten Jahren die Auftritte des selbsterkorenen Königs der Tanzhalle. Doch seit seiner Soundsystem-Show in Stuttgart letzten Dezember konnte sich seine Fangemeinde über Liveauftritte auf dem Amsterdam Reggae Festival und dem Summerjam freuen. Unglücklicherweise musste man sich am Fühlinger See zwischen den zeitgleichen Shows von Beenie Man und Burning Spear entscheiden, so dass dort vielen das unterhaltsame Dancehall-Entertainment des Doctors entging. Umso mehr freute man sich, dass ein gut aufgelegter Beenie Man zwischen Festivalauftritten in Spanien und Polen einen kurzen Stopp in Wuppertal einlegte.

Nach seinem offiziellen Video-Statement, in dem er sich von jeglichem homophoben Liedgut distanzierte, wunderten wir uns, dass sich dennoch ca. 15 Aktivisten zu einer Demo an der Friedrich-Ebert Straße einfanden. Aber nun zu den wichtigen Dingen: Eingeläutet wurde der Abend von der Band Rhaatid rund um Deutsch-Jamaikaner Rough House, die einen ungewöhnlichen Mix aus Reggae und Nu-Metal vorstellten. Ein interessanter Aufritt, bei dem der Gesang des Frontmannes nicht immer zu überzeugen wusste. Nach einer kurzen Umbaupause zog es die zahlreichen Besucher weg von den Räucherräumen, Theken und Sitzbereichen hin zur Bühne. Derweil konnte man beobachten, wie die Organisatoren hektisch eine Flasche edelsten Rotwein in den Backstage-Bereich brachten. Der Auftritt des bekennenden Rotweinconnaisseurs musste also kurz bevorstehen. Sein Sidekick Black Prophet eröffnete die Show mit Unterstützung der Zagga Zow Band und machte nach nur zwei Stücken gegen viertel vor Elf Platz für das Highlight des Abends.

Top gestylt wie immer enterte Moses Davis im grauen Businessoutfit die Stage des legendären Gewölbekellers. Bei Tunes wie „Toyfriend“, „Let Him Go“ und „Bookshelf“ verwandelte sich der U-Club prompt in ein handtuchschwingendes Meer aus Dancehallbegeisterten. Es folgten Hits wie „Miss L.A.P“, „Who Am I“ und „Badman Story“. Jedes Stück des „Girls Dem Sugar“ wurde speziell von den weiblichen Zuschauern frenetisch gefeiert. Wieder einmal schaffte es Beenie Man das Publikum mit seinen Entertainer-Qualitäten zu begeistern. Er ließ seine Hüften kreisen, imitierte mit dem Mikrofon sein bestes Stück und beeindruckte seine Zuschauer mit einem perfekt vorgetragenen Moonwalk über die komplette Bühne: Dancehall Entertainment vom Feinsten, und das nach Jahrzehnten im Business. Hits wie „Romie“, „Dancehall Queen“ oder das aktuellere „Why I`m So Happy“ wurden von vielen Zuschauern lauthals mitgegrölt. Beenie Man interagierte mit den Gästen und ließ sich dabei auch von einem defekten Reißverschluss nicht aus der Ruhe bringen. Nach „Wickedest Slam“ kam mit „Back It Up“ einer der nächsten Höhepunkte des Abends. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war jeder der Konzertbesucher bis auf die Haut durchgeschwitzt. Der U-Club bebte!

Einige wussten bereits Bescheid: Mr. Davis feierte an jenem Abend in seinen Geburtstag hinein, was ihm um Punkt 24 Uhr ein lauthals dargebotenes Ständchen des prall gefüllten Clubs einbrachte. Leider waren wir gezwungen die Venue schon kurz vor Ende des Konzertes zu verlassen und verpassten den Endspurt mit Hits wie „Rum & Red Bull“ und „I’m Okay“. Ein mehr als gelungener Konzertabend, für den wir uns bei der U-Club Crew bedanken möchten, die dieses Dancehallfeuerwerk ermöglichten!

 
     
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